Meningokokken-Impfung

  • Bis 15 Prozent der europäischen Bevölkerung tragen Meningokokken im Nasen-Rachen-Raum, ohne selbst zu erkranken.
  • Gelangen die Bakterien in den Blutkreislauf oder in andere Organe, können sie eine lebensbedrohliche Blutvergiftung oder Hirnhautentzündung auslösen.
  • In der Schweiz treten jährlich rund 50 invasive Meningokokken-Erkrankungen auf. Trotz rascher Behandlung können die Erkrankungen tödlich verlaufen oder bleibende Schäden verursachen.

Was sind Meningokokken? Meningokokken (Neisseria meningitidis) sind Bakterien, die den Nasen-Rachen-Raum besiedeln können. Sie werden bei engem Kontakt durch Tröpfchen beziehungsweise Speichel übertragen, beispielsweise beim direkten Anhusten oder Küssen. Bei den meisten Menschen verursacht die Besiedlung keine Beschwerden. Überwinden die Bakterien jedoch die Schleimhaut und gelangen in den Blutkreislauf oder in andere Organe, spricht man von einer invasiven Meningokokken-Erkrankung. Vor allem Säuglinge, Kleinkinder, Jugendliche und Personen mit gewissen Immundefekten sind davon betroffen. Es gibt mehrere Gruppen der Meningokokken (A, C, W und Y sowie Serogruppe B), auf welche die meisten schwerwiegenden Krankheitsverläufe zurückzuführen sind und gegen die es entsprechende Impfungen gibt. Mögliche Krankheitsbilder sind:

  • eine Blutvergiftung (Sepsis),
  • eine Hirnhautentzündung (Meningitis) oder
  • eine Kombination aus beiden Erkrankungen.

Die Beschwerden können sich innerhalb weniger Stunden stark verschlimmern. Mögliche Anzeichen sind plötzliches hohes Fieber, starke Kopfschmerzen, Nackensteifigkeit, Erbrechen, Bewusstseinsstörungen, Krampfanfälle oder ein auffälliger Hautausschlag. Bei einem entsprechenden Verdacht ist unverzüglich eine Ärztin, ein Arzt oder ein Spital aufzusuchen. Trotz frühzeitiger Behandlung können bleibende Schäden wie Hörverlust, Epilepsie oder Amputationen entstehen. Die Sterblichkeit bei schweren Verläufen beträgt rund 7 Prozent.

Wem wird eine Meningokokken-Impfung empfohlen?

  • Säuglingen, Kleinkindern und Jugendlichen
    • Die Grundimmunisierung wird in der Regel bereits im Säuglingsalter begonnen. Nachholimpfungen sind bis zum 5. Geburtstag möglich.
    • Unabhängig davon wird eine erneute Impfung im Alter von 11-15 Jahren empfohlen. Hier sind Nachholimpfungen bis zum 20 Lebensjahr möglich.
  • Personen mit einem Erhöhten Risiko für Meiningokokkeninfektionen
    • Personen mit bestimmten Bluterkrankungen
    • Bei Funktionsstörungen der Milz (funktionelle oder anatomische Asplenie)
    • Bestimmte Störungen des Immunsystems
    • Bei diesen Personen ist eine Auffrischimpfung alle 5 Jahre empfohlen
  • Personen mit einem erhöhten Kontakt- und/oder Übertragungsrisiko
    • Personen, die Aufgrund ihrer Beschäftigung in Kontakt mit Meningokokken-Suspensionen in Kontakt kommen könnten
    • Reisen in Endemie- bzw. Epidemiegebiete
    • Rekruten und Rekrutinnen, die in den letzten 5 Jahren keine Impfung erhalten haben
    • Enge Kontaktpersonen, wenn eine Infektion wahrscheinlich ist
    • Lehrpersonen oder Betreuer, wenn mindestens 2 Fälle innerhalb von 12 Wochen aufgetreten sind

Diese Personen sollen gegen Meningokokken A, C, W, Y und in bestimmten Fällen auch gegen Meningokokken B geimpft werden. Bei anhaltendem Risiko ist eine Auffrischimpfung alle 5 Jahre nötig.


Meningokokken-Impfung

Dauer: 15 Minuten
Kosten des Impfservices pro Dosis: CHF 25.00 (Im Impfservice enthalten sind die Verabreichung, die Dokumentation und der Eintrag in Ihren Impfausweis.)
Kosten des Impfstoffs pro Dosis: CHF 50.90–CHF 101.40, abhängig vom verwendeten Impfstoff
Die Gesamtkosten richten sich nach dem benötigten Impfstoff und der Anzahl erforderlicher Impfdosen. Wir informieren Sie vor der Impfung über die anfallenden Kosten.

Kostenübernahme durch die Grundversicherung

Für die vom BAG empfohlenen Alters- und Risikogruppen werden die Kosten grundsätzlich von der obligatorischen Krankenpflegeversicherung übernommen, sofern die geltenden Voraussetzungen erfüllt sind. Impfungen aus reisemedizinischen oder beruflichen Gründen werden nicht von der Grundversicherung übernommen. Je nach Versicherung oder Situation können eine Zusatzversicherung oder die Arbeitgeber:in die Kosten übernehmen. Zur Sicherheit empfehlen wir im Voraus bei der jeweiligen Krankenkasse nachzufragen.


Anmeldung

Die Meningokokken-Impfung ist in der Central-Apotheke Thalwil nur nach Voranmeldung möglich. Buchen Sie Ihren Termin über unser Online-Buchungstool oder kontaktieren Sie uns per E-Mail oder telefonisch:

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Wichtiger Hinweis
In der Central Apotheke Thalwil können geeignete Personen ab 16 Jahren geimpft werden. Bei einer Immunschwäche oder Autoimmunerkrankung, bei der Einnahme von mehr als 20 mg Kortison pro Tag oder von Medikamenten, die das Immunsystem hemmen, muss die Impfung durch eine Ärztin oder einen Arzt erfolgen. Dies gilt auch bei einer Anwendung ausserhalb der Zulassung. Während der Schwangerschaft ist eine Impfung in der Apotheke nur mit ärztlicher Verschreibung möglich.


Zertifizierte Impfapotheke

Die Central-Apotheke Thalwil ist eine offizielle Impfapotheke und erfüllt die Anforderungen der kantonalen Gesundheitsbehörden. Die Impfungen werden von entsprechend ausgebildeten und berechtigten Fachpersonen nach einem klar festgelegten Ablauf durchgeführt. Alle erforderlichen Schritte sowie die erfolgte Impfung werden sorgfältig dokumentiert. Dadurch gewährleisten wir die Einhaltung der vorgeschriebenen Qualitäts- und Sicherheitsstandards.

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